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Tauchen in Komodo

Nachdem wir gestern viel geschlafen haben und versucht haben die Strapazen der letzten Tage wieder loszuwerden, steht heute Tauchen auf dem Programm.

Da die letzten Tagen das Wetter nicht so richtig toll war hoffen wir das es heute mitspielt und wir eine tolle Fahrt haben. Um bessere Chancen zu haben, will unsere Tauchbasis (Uber Diving) nach Padar rausfahren, da dort mit besseren Konditionen zu rechnen ist. Padar ist etwas weiter von Labuan Bajo weg und daher sind wir bereits um 6:45 Uhr in der Basis.

Nach einem gemeinsamen Gänsemarsch zum Hafen entern wir die “Karina”, unser Boot für den heutigen Tag. Zu unserer Erleichterung wirkt das Boot um gefühlte 100 Klassen angenehmer als unser letztes und verfügt über ein Sonnendeck, Sitzsäcke auf dem Vorderdeck, einen festgeschraubten! Tisch und einen eigenen Koch. Schon am Vortrag sollten wir bei der Anmeldung angeben ob wir besondere Essensgewohnheiten pflegen auf die sie Rücksicht nehmen müssen. Wir sind gespannt.

Mit uns an Board sind zwei Belgier, zwei weitere Deutsche, zwei Iren aus Australien, und zwei Amerikaner, insgesamt eine lustige Truppe.

Nachdem unsere drei Guides, Faustina aus Frankreich, Mike aus Kanada und Valentino aus Indonesien sich vorgestellt und die wichtigsten Bootsregeln erklärt haben, legen wir ab und es gibt erst mal Frühstück: Frisch, an Board, hergestellte Donuts und frische Früchte wie Bananen und Wassermelone.

Nach 30 min ruhiger Fahrt kommen wir an unserem ersten Tauchspot an: Secret Garden. Ein kleiner aus dem Meer ragender Fels entpuppt sich unter der Oberfläche als Korallengarten. Hier machen wir auch direkt unserern ersten DeepDive. Bis auf 30 m geht es diesmal nach unten. Valentino unser Tauchguide hat auch einige Experimente dabei. Die Chilli-Schote, die an Board noch feuerrot geleuchtet hat, wirkt auf 30m Tiefe, noch dunkelblau durch den Verlust der roten Farbe hier unten.
Das mitgebrachte Ei wird vorsichtig geöffnet. Das Eigelb schwebt als gelblicher Ball umher und lässt sich aufgrund des erhöhten Drucks wie ein Tischtennisball umherschubsen.

Zurück an Board geht es zu unserem zweiten Tauchspot: Three sisters.
Hier stehen kurz unter der Wasseroberfläche drei große Steinsäulen über und über mit Korallen besetzt nuur die Strömung macht uns etwas zu schaffen und beim Auftauchen muss uns der Tauchguide festhalten, damit wir nicht hinfortschwimmen.

Wieder auf dem Boot freuen wir uns auf den dritten Tauchgang und relaxen am Tisch oder im vorderen Bereich des Schiffes.
Leider macht uns das Wetter hier aber einen Strich durch die Rechnung und der Seegang wird immer rauer. Die Wellen schlagen mittlerweile mehrere Meter hoch.
Die beiden Amerikaner liegen im vorderen Bereich und sind wohl eingeschlafen. Als einer der beiden wach wird und die Augen aufschlägt sieht er gerade noch eine ca. 10 m hohe Welle über das Boot hereinbrechen. Das Boot verlangsamt die Fahrt und wir kämpfen uns durch eine Welle nach der anderen. Einige sind bereits damit beschäftigt das Wasser, das sich mittlerweile an Board gesammelt hat, mit kleinen Eimern wieder zurück ins Meer zu schöpfen.
Gott sei Dank beruhigt sich die See wieder recht schnell und wir können etwas ruhiger weiterfahren.
Später haben wir erfahren das andere Tauchboote nach ca 45 min, vor dem ersten Tauchgang, abgebrochen haben, oder erst gar nicht den Hafen verlassen haben.

Trotz allem schaffen wir es aber zu einem dritten Tauchspot. Es ist nicht der geplante, da dieser unter den aktuellen Umständen zu gefährlich wäre, sondern ein neuer, an dem die Tauchguides selbst noch nicht waren:Pungu.

Hier werden wir also einen “exploratory dive” machen, sprich wir wissen nicht wirklich was uns erwartet. Unter Wasser merken wir gleich das hier eine ziemlich heftige Strömung herrscht, aber wir sehen Schildkröten, Seesterne und Moränen.

Ein Teil der Teilnehmer hat den dritten Tauchgang schon sein lassen und wirkt sichtlich erleichtert als wir zurück an Land sind und wieder festen Boden unter den Füssen haben.

Zu einem guten Abschluss haben wir noch ein kleines Restaurant gegenüber unseres Hotels empfohlen bekommen: Warung Mama. Warung bedeutet so etwas wie “kleines Restaurant” oder “Bistro”. Hier soll vor allem das “Rendang” sehr gut sein.
Rendang sind Rindfleischstücke sehr lange in Kokosmilch und einer Gewürzmischung gekocht.
Das Resaurant wirkt sehr einfach, aus Bambus zusammengebaut, aber die Angestellten sind sehr freundlich und es ist erstaunlich günstig.
Das Essen schmeckt herrlich, und man hat wirklich den Eindruck das wäre direkt vom Essenstisch einer ganz normalen indonesischen Familie.

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Indonesien Trip