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Auf dem Boot nach Komodo – Tag 4

Diese Nacht war auch nicht unbedingt weich gebettet, aber um einiges besser als die

Letzten! Die Knochen tun von den letzten Nächten natürlich eh schon weh. Mit zumindest etwas Schlaf in den Knochen bemerken wir das der Kapitän den Motor um ca 6 Uhr Morgends angeworfen hat und losgefahren ist.

Wie wir gestern beschlossen haben, fahren wir nicht in das Reservat auf Komodo selbst, .sondern in das Waran-Reservat auf Rinca Island. Die Komodo-Warane leben ausschließlich im Komodo National Park. Dieser erschließt sich allerdings über mehrere Inseln hier.

Als wir auf Rinca Island ankommen ziehen wir das erste Mal feste Wanderschuhe an, da eine handfeste Wanderung von ca. 2 Stunden an. Durch ein großes Steintor das von zwei noch größeren Waran-Statuen flankiert wird betreten wir den Nationalpark. Wir werden in zwei Gruppen zu je 10 Personen aufgeteilt und jede Gruppe bekommt zwei Nationalpark-Wärter zugeteilt die mit langen Holzstangen bewaffnet sind, die oben Y-förmig auseinander gehen. Das ist also unsere komplette Verteidigung wenn sich eines dieser bis zu 3m-langen und 50 Jahre alten Tiere entschließen sollte uns zu attakieren. OK.

Gleich im Besucherzentrum, das aus einem kleinen Kiosk, Toiletten und den Behausungen der Wärter besteht dackelt uns der erste Komodo-Waran gemütlich über den Weg ohne groß Notiz von uns zunehmen. Schließlich ist auch er hier zuhause, nicht wir. Wir laufen los.

Durch das Dickicht kämpfen wir uns immer weiter Richtung Anhöhe vor. Nach ca 10 Minuten sitzt auch schon der erste Komodo-Waran in freier Wildbahn am Rand des Weges und beäugt uns argwöhnisch. Seine lange Zunge scheint uns zu wittern und er zieht über den Weg in das nahegelegene Gestrüpp ohne uns aus den Augen zu lassen. Das war ohnehin ein recht kleines Exemplar, kaum älter als fünf Jahre.

Als nächstes Begegnen wir dem Mittagessen, also nicht unserem, sondern dem der Komodo-Warane. Nur 15 m neben dem Weg steht ein ausgewachsener Wasserbüffel und grast. Als er uns bemerkt zieht er sich hinter ein paar Büsche unter einen Baum zurück. Die Guides erzählen uns das Warand diese Tiere einkesseln, beissen und dann bis zu drei Wochen warten bis die Büffel an den Infektionen sterben, die das Gift und die Bakterien im Maul der Warane, verursachen. Anschließend teilen sich 20 bis 30 Warane die Beute.Wir nennen den Büffel Johnny, wünschen ihm alles Gute und ziehen weiter.

Nicht viel später deutet unser Guide auf einen kleinen Felsen, auf dem dichte Büsche wachsen. Hier liegt ein echtes Prachtexemplar im Schatten und chillt. Der Waran ist ein Männchen und hat knappe drei Meter an Länge. Seine Augen behalten uns stehts im Blick und er bewegt sich nicht mehr als notwendig. Seine Haut besteht aus unzähligen hornartigen Dornen und es wirkt als wäre er schon immer da gewesen. Wunderschön!

Als wir auf dem Gipfel ankommen schauen wir uns um und erblicken was, wer auch immer Jurassic Park geschrieben hat, gesehen haben muss. Eine riesige Insel, gespickt mit großen Palmen, auf der tatsächlich Dinosaurier leben! Auch die Optik erinnert an die Szene als die Archeologen zum ersten mal die Tiere auf der weiten Fläche entdecken. Es wirkt total sureal.

Auf der restlichen Tour begegnen wir einigen Affen und glücklicherweise keiner der drei Schlangenarten vor der wir gewarnt wurden (Grüne Baumschlange, Sprühende Kobra und Klapperschlange).

Als wir an dem Nest der Warane ankommen und der Guide uns gerade erklärt das die Nester ständig über eine Kamera überwacht werden und trotzdem noch nie einer einen Baby-Waran hat schlüpfen sehen in den letzten 30 Jahren, schlleicht sich Mama-Waran aus dem Dickicht heran. Sie untersucht einige der Löcher in der evtl. Eier liegen und wir können sie ganz aus der Nähe beobachten und fotografieren.

Kurz vor dem Dorf liegen dann noch einmal fünf oder sechs Tiere die sich jedoch sichtlich gestört fühlen als wir des Weges kommen. Gerade als wir die Tiere fotografieren, erhebt sich eines der Männchen ruckartig und bewegt sich in unsere Richtung. Einige unserer Gruppe springen auf und bewegen sich schleunigst weg. Der Wärter und sein Holz haben jedoch alles im Griff. Alles in allem ein aufregendes Erlebnis!

Zurück auf dem Boot, gestärkt durch ein leckeres aber sehr scharfes Mittagessen (Ich glaube die restlichen Chillies mussten wohl weg) halten wir dann bei unsererm letzten Stopp für diese Reise: Kelor Island.
Hier schnorcheln wir noch einmal und genießen das türkisfarbene Wasser, den weißen Sandstrand. Nach vier Tagen ohne zu duschen mit 20 Personen auf dem Boot sehnen wir uns überaus nach einer Dusche.

Gegen vier Uhr kommen wir dann in unserem Zielhafen Labua Bajo an. ENDLICH!

Da wir noch keine Unterkunft haben, ziehen wir direkt los und folgen einer Empfehlung von Eddie: Le Pirat.
Die Unterkunft ist zwar nicht gerade günstig, aber nach vier Tagen auf See sehnen wir uns dermaßen nach einem bequemen Bett und einer Dusche, das der Preis hier keine große Rolle mehr spielt. Wir beziehen unsere kleine Kajüte und holen das restliche Gepäck vom Boot.

Nach einer Dusche die mehr als nötig war, buchen wir uns noch einen Flug zurück nach Bali, da wir nach der ansrtengenden Schiffsfahrt den letzten Teil bis nach Ende gestrichen haben.
Die 16-stündige Fahrt in einem, wahrscheinlich zu kleinem Bus, würden wir wohl nicht mehr überleben 😉

Da man in Labua Bajo hauptsächlich tauchen kann suchen auch wir uns einen Anbieter. Im Laden der unser Flugticket bucht bekommen wir den Laden auf der gegenüberliegenden Seite empfohlen: Uber Diving. Hier haben sich einige Spanier, Schweden und Kanadier zusammengetan und betreiben einen kleinen aber feinen Tauchshop. Hier buchen wir für den übernächsten Tag eine eintägige Tauchfahrt mit einem Boot. Vorher lassen wir uns aber Bilder von dem Boot zeigen. Obwohl, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden.

Indonesien Trip