Till on Tour.com

Auf dem Boot nach Komodo – Tag 3

Ok, wenn ich geschrieben habe das die erste Nacht furchtbar war, hatte ich noch keine Ahnung was uns in der zweiten Nacht erwarten sollte!

In der Nacht war dermaßen Sturm das ich so gut wie gar nicht geschlafen habe. Durch den Seegang bin ich ungefähr drei oder viermal dermaßen von meiner “Matratze” abgehoben und herumgewirbelt worden, das ich meinen Nachbarn, einen ziemlich erschreckten Niederländer, von seiner Schlafunterlage geschossen habe. An eine Seitenlage gar überhaupt nicht zu denken, da man dort sämtliche Anstrengungen brauchte um in dieser Situation zu bleiben. Und selbst in der Rückenlage ging es öfter mal nach oben, links oder rechts. Mein einziger Gedanke in dieser Nacht war: Mach das es Morgen wird und wir uns ablenken können!

Zum Glück ist die Nacht irgendwann rum und wir kommen in Laba Island, unserem ersten Stopp für den heutigen Tag an. Nach dem Frühstück, heute gibt es Ananas-Pfannkuchen, macht sich die Truppe fertig für einen kurzen Tripp zu dem Gipfel, der die Bucht überschaut.

Da ich nur wenig gegessen habe in den letzten drei Tagen, setze ich diesen Tripp aus und sehe der Crew dabei zu, wie sie am Strand Muscheln für deren Abendessen sucht. Als die anderen Teilnehmer von dem Tripp in der prallen Sonne zurückkommen ist ein kühles Bad in der Bucht angesagt.

Nach nur einen weiteren Stunde Fahrt kommen wir an unserem nächsten Stopp an, der diesmal mitten auf hoher See liegt: Manta Point! Diese Stelle ist bekannt dafür das hier viele Mantas in dem seichten Wasser kreisen. Wir packen uns die Schnorchel, die GoPro und ab ins Wasser. Nach nur wenigen Metern haben wir sie auch schon entdeckt. Königlich gleiten die anmutigen Tiere in ein paar Metern Tiefe lautlos über die Korallen-Landschaft. Den Größten schätzen wir auf ca. 5 m Spannweite. Leider können wir aufgrund der fehlenden Tauchausrüstung nur von der Oberfläche aus beobachten.

Als wir wieder aufbrechen wollen bemerken wir erst nachdem wir volle Fahrt aufgenommen haben, dass wir die Engländerin noch vermissen und drehen beschämt um um sie aufzusammeln.

Der dritte Stopp für heute ist Pink Beach (oder auch Red Beach genannt). Aufgrund der besonderen Gegebenheiten hier ist der Strand, der schon auf Komodo Island liegt, rot bzw. rosa eingefärbt. Der Grund hierfür sind kleinste Teilchen von roten Korallen die sich unter den Sand mischen. Der Sand hier ist besonders fein und das Wasser türkisblau. Hier gibt es auch wieder eine bunte Unterwasserwelt und wir entdecken die tollsten Fische und eine Schildkröte beim Schnorcheln.
Zurück an Board sehen wir auch einen Schwarm an fliegenden Fischen und einen Weißkopf-Seeadler der wahrscheinlich auf genau diese fliegenden Fische aus ist.

Zwar sind wir bereits auf Komodo Island, den Besuch der berühmten Komodo-Warane heben wir uns jedoch für den kommenden Tag auf.
Wir ankern in einer nahegelegenen Bucht für die Nacht. Ja, zum ersten Mal fahren wir die Nacht nicht durch, sondern liegen geschützt in einer Bucht, ohne Seegang und ohne Motorengeräusch!

Da dies unser letzter Abend ist, setzen wir uns nach dem Abendessen alle auf dem Vorderdeck zusammen und trinken gemeinsam ein paar Bierchen. Andy, der amerikanische Feuerwehrmann, hat eine Box dabei und einer der Niederländer ein iPad mit einiges an Musik darauf. So spielen wir einen Hit nach dem anderen und singen lauthals mit bis in die tiefe Nacht.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Indonesien Trip