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Camiguin – Teil 5

Auch heute hieß es früh aus den Federn, da heute der erste Tauchgang anstand. Mit dem Teil der Ausrüstung die wir mitgebracht haben: Maske, Schnorchel und Füßlinge, rücken wir also morgens schon bei den Action Geckos an.

Auf Grund der Wetterlage hat Arno für heute einen recht ruhigen Tauchplatz südlich des Resorts ausgesucht. Da es mein erster Tauchgang im Ozean ist und bei Sanna der letzte Tauchgang bereits 15 Jahre zurückliegt ist eine Bucht, also ein geschützter Bereich, gar nicht so schlecht.

Es fährt ein Jeepney vor und wir wollen die Ausrüstung zu unserem Gefährt bringen, aber Arno meint nur, dass dies nicht nötig sei, das macht die Boots-Crew. Behände tragen vier Philippinos unsere Ausrüstung zum Jeepney und steigen gleich noch mit auf.

Mit gewohnt heißem Fahrstil geht es dann zum Catarman Fishport, ein kleiner Fischereihafen, der im Großen und Ganzen aus zwei Anlegestegen besteht. Auch hier ist Full-Service angesagt und die Jungs tragen die komplette Ausrüstung zum Einstieg. Der Einstieg erfolgt hier ein wenig umständlich über die großen Steine die vor dem Anlieger aufgeschüttet sind. Wir gehen zusammen noch einmal alle Tauchzeichen durch und bekommen die Route erklärt bevor wir einsteigen.

Hie empfängt uns auch gleich die erste Überraschung. Eine See-Cobra schlängelt sich durch die Steine. Der entsetzte Sprung eines unserer Helfer lässt uns auch schon vermuten, dass die See-Cobra nicht unbedingt nur kitzelt wenn sie zubeißt. Unser Tauchguide Arno erklärt uns dann auch gleich das See-Cobras ungefähr zehnmal giftiger sind als Land-Cobras. Gott sei Dank greifen sie allerdings nur sehr selten an.

Die zweite Überraschung folgt auch stehenden Fußes. Direkt unter der Wasseroberfläche sieht man kaum etwas, da es hier aussieht als hätte jemand Spüli ins Wasser gekippt. Richtige Schlieren. Auch hier hilft Arno gleich weiter; Direkt neben den Fishport fließt ein Süßwasser-Bach ins Meer und die Vermischung von Süß- und Salzwasser ist für diesen Effekt verantwortlich.

Da wir das Tauchen im freien Ozean langsam angehen wollen gehen wir erst einmal auf eine Tiefe von 6 m und wiederholen einige Basisübungen. Arno macht das gerne um zu sehen wie fit die Taucher sind und wir wollen auch sicher sein alles richtig zu machen.

Anschließend geht es dann auf zu meinem ersten Tauchgang im Meer. Hier erschließen sich Welten von denen man kaum zu träumen wagt wenn man seinen Tauchschein in einem deutschen See gemacht hat. Wir sehen Kofferfische, Kugelfische, Clownfische, Meeresschildkröten und wunderschöne Korallenformationen. Auch die Sicht, die nach Arnos Angaben furchtbar ist, ist für mich toll, denn sie ist mehr als die 3 Meter dich ich gewohnt bin. Nach nur 37 Minuten sind unsere 200 Bar Luft aufgebraucht und wir machen Oberflächenpause.

Auch hier ist für alles gesorgt und die Jungs haben Kaffee, Tee und Kekse eingepackt. Landegemäß gibt es Kaffee meistens instant und so können wir in Ruhe den Neoprenanzug mal abstreifen und etwas plaudern und einen Kaffee genießen. Die Jungs wechseln inzwischen die Flaschen.

Nach ca. 60 Minuten Oberflächenpause geht es auf zum zweiten Tauchgang. Diesmal ohne Schlange aber auch leider ohne Meeresschildkröte. Trotzdem eine tolle Erfahrung. Anschließend fahren wir dann mit dem Jeepney zurück zum Resort, wo wir die Ausrüstung reinigen, bzw. bekommen wir auch dies abgenommen. So macht Tauchen doch richtig Spaß.

Zum Dinner kehren wir zu unserem Amigos, dem Restaurant um die Ecke, zurück. Hier bekommen wir für 100 Pesos (2 €) gebratenen Reis mit Gemüse und für 125 Pesos (2,50 €) ein vegetarisches Curry mit Reis zum niederknien.

Der einzige Wehrmutstropfen, gegenüber auf dem Basketball-Platz im „Multi-Purpose-Building“ ist heute Disco! Und bei Musik kennen Philippinos kein Lautstärke-Limit. Im!! Restaurant ca. 100 Meter von der Bühne entfernt, versteht man sein eigenes Wort kaum und wir müssen die Bestellung heute mit Hilfe von Händen und Füßen vornehmen. Die vorherrschende Musikrichtung ist eine beeindruckende Mischung aus Techno und Hip-Hop. Vor dem Basketballplatz tanzt auch ein(e) einzelne Transsexuelle(r), der (die) mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit bereits taub ist.

Leider ist auch unser Hostel nicht weit genug entfernt um die Leistung der Boxen zu schlagen und so können wir den unglaublichen Mix der Philippino-Techno-Mafia bis ca. 3 Uhr morgens verfolgen.

Indonesien Trip