Till on Tour.com

Panglao Island, Bohol

Nach einer recht kurzen Nacht machen wir uns morgens schon früh auf den Weg zu unserem nächsten Stop: Panglao, Bohol. Bohol ist die zehntgrößte Insel der Philippinen. Panglao ist eine kleine Insel im süd-westen, die über zwei Brücken unweit der Hauptstadt Tagbilaran an die Hauptinsel gebunden ist. An dem Hauptstrand Alona Beach sitzen die meisten touristischen Hotels. Da sind wir aber nicht direkt sondern etwa 8 km die Küste rauf.

Ein freundlicher Taxifahrer fährt uns zum Hafen, zu Pier 1, und lässt es sich nicht nehmen uns bis direkt vor die Tür des Fährterminals zu fahren. Dementsprechend fällt auch sein Trinkgeld aus.

In dem Fährterminal geht es zu wie auf einem arabischen Bazar. Hier laufen hunderte Leute durcheinander die scheinbar alle etwas zu sagen haben. Direkt am Eingang wird schon kontrolliert ob wir auch gültige Tickets haben und wir dürfen erst mal die Terminal-Gebühr bezahlen. Dann geht es zum Check-in, ja genau wie bei einem Flug. Dort geben wir dann auch unser Gepäck auf und gehen in die Wartehalle weiter. Hier sitzen bestimmt schon 200 andere Fährgäste und warten auf die Abfahrt. Auf vielen Monitoren laufen entweder Werbung oder raubkopierte Filme, damit den Gästen beim Warten nicht langweilig ist. Heute ist Herr der Ringe angesagt.

Im ersten Stock versorgen wir uns erst mal mit dem Nötigsten, also mit Kaffee und einem Muffin, zu annährend Westpreisen. Schließlich geht es dann auf die Fähre. Es sind sogar Sitzplätze auf den Tickets ausgewiesen. Also nix mit freier Platzwahl. Die Sitzplätze sind auch eher für Asiaten gestaltet: hart und sehr knapp bemessen. Es scheint eine schier unlösbare Aufgabe zu sein meine Beine dort einzusortieren wo andere Fahrgäste bequem schlafen. Letztendlich schaffe ich es und wir schippern gemütlich im Sonnenschein Richtung Bohol. Unterwegs wird auch wiederum ein Film gezeigt. Diesmal: Mr. & Mrs. Smith (Selbstverständlich kopiert).

In Bohol angekommen sammeln wir unser Gepäck zusammen und organisieren uns einen Taxifahrer der auch noch weis wo sich unser Hotel befindet, denn das scheint gar nicht so einfach zu sein. In seinem eisgekühlten Mini-Van geht es nun durch Tagbilaran und dann über die Verbindungsbrücke nach Panglao. Wir fahren über Straßen wie man sie normalerweise nur aus Reiseberichten im Fernsehen kennt. Alles mit Palmen bewachsen und bei schönstem Sonnenschein.

In unserem Domizil für die nächsten Tage angekommen staunen wir nicht schlecht. Die für Panglau vergleichsweis günstige Unterkunft wartet mit kleinen Cottages am Pool auf. Mittem im Pool ist eine Plattform auf der dann gefrühstückt werden kann. Unser Zimmer ist leider kein Cottage sondern liegt im hinteren Bereich. Dafür haben wir hier gut Platz und eine Klimaanlage. Der Strand ist nur 300 m weit weg (zumindest stand das in der Beschreibung online). Auf dem Weg erleben wir die Philippinen wie sie sich viele vorstellen. Viele bunte Blüten wie Hibiscus oder Calachuchi (das ist der einheimische Name, was es wirklich ist wissen wir leider nicht), viele Palmen und hier und da auch mal ein Schwein oder ein paar Hühner. Hier könnte man ich auch problemlos mit allerlei Obst wie Kokosnüssen oder Jackfrucht (Durian, oder auch Stinkfrucht genannt) versorgen. Nach ca. 1000 m Fußmarsch erreichen wir dann auch den 300 m entfernten Strand.

Weißer Sandstrand, türkisfarbenes Wasser und das alles unter Palmen. So sehen Urlaubsträume aus. Hier verweilen wir erst mal ein wenig und lassen die Einsiedlerkrebse gemütlich um uns herum laufen.

Der Tag will erst mal verdaut werden und so laufen wir ins nächste Restaurant, das uns von der Rezeption empfohlen wurde. Es ist nur ein paar Meter die Straße runter (was das heißt, wissen wir ja jetzt).

„Ati Athins Chicken“ Restaurant sieht leer aus, aber dennoch beschließen wir hier einzukehren, zum einen wegen der Empfehlung, zum zweiten in Ermangelung von Alternativen. Natürlich muss ich dann auch das BBQ-Hühnchen testen. Leute: ein Gedicht! Keine Ahnung mit was hier das Hühnchen gewürzt wird, aber es funktioniert. Ein Chicken, da könnten sich einige Restaurants was abschauen. Der Kalamansi-Saft, eine kleine Limetten Art, ist ebenfalls großartig.

Etwas stört nur das im Kiosk nebenan gerade lauthals K-TV (Karaoke) gesungen wird. Das alleine ist ja schon schlimm, aber leider singt auch noch jemand der das definitiv nicht tun sollte. Zumindest nicht im Beisein anderer. Die schiefe Tonlage ist kaum noch zu unterbieten.

Das macht den baldigen Aufbruch etwas einfacher. In besagtem Kiosk nehmen wir noch ein Feierabendbier mit und laufen bei völliger Dunkelheit die Straße zum Hotel zurück

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Indonesien Trip