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Jagna

Heute soll es weiter gehen. Das Ziel ist Camiguin eine kleine Insel im Süden Bohols. Leider sind die Verbindungen hier nicht so wie man sich das immer wünschen würde. Auch der Informationsfluss ist manchmal etwas langsam. So kann uns selbst im Reisebüro keiner erklären wir dort hinkommen. Unseren Reisführer haben wir entnommen, dass wir erst nach Jagna müssen, und von dort aus gäbe es eine Fähre nach Camiguin. Wann diese jedoch fährt ist unklar und die Angaben widersprechen sich. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als uns aufzumachen und zu sehen wo wir rauskommen.
Von unserem Hotel, in dem wir nun 5 Tage waren, bringt uns ein Taxi morgens an den Busbahnhof, direkt neben der Island City Mall und wir fragen uns zu einem Bus nach Jagna durch. In diversen Reiseberichten und auch im Reiseführer kann einige Horrorstories über überbelegte, fahruntaugliche Busse lesen die für die Fahrt nach Jagna ca 450 Pesos pro Person haben wollen.
Wohl oder übel besteigen wir den Bus und bekommen überraschenderweise gleich, zusammen mit unserem Gepäck, eine ganze Sitzbank angeboten. Scheinbar weiß man hier um die Probleme zu hoch gewachsener Touristen schon Bescheid? Wir wollen gleich ein Ticket kaufen, aber man beruhigt uns und verspricht später zu uns zu kommen. Busse haben hier neben dem Fahrer auch einen Schaffner. Der kommt dann später auch wirklich zu uns und verlangt lediglich 150 Pesos (3 €) für beide zusammen von uns für eine 1,5-stündige Fahrt.
Die Fahrt ist eigentlich total angenehm. Will man aussteigen ruft man dem Busfahrer oder dem Schaffner einfach zu wo man raus möchte und der hält dann genau dort an. Das funktioniert natürlich nur an der Hauptstraße. Der Fahrer fährt auch echt einen heißen Reifen und überholt alles was ihm nicht schnell genug erscheint. So schaffen wir es auch pünktlich nach Jagna. Der Schaffner fragt uns schon vorsorglich mal ob wir zum Fähr-ür beideTerminal wollen, was wir bejahen. Wahrscheinlich gibt es hier nicht viele andere Gründe warum man hierher kommt.
Das Fährterminal liegt hinter dem örtlichen Markt, der in einem großen Marktgebäude untergebracht ist. Also fix drum rum. Jetzt gilt es erst einmal in Erfahrung zu bringen ob und wann eine Fähre geht und dann auch noch ein Ticket zu bekommen. Der entsprechende Ticket-Schalter ist leider geschlossen. Beim benachbarten Bistro erfahren wir jedoch das es erst morgen wieder eine Fähre gibt. Man rät uns auch uns möglichst schnell ein Ticket zu sichern. Da der drohende Taifun den Fährbetrieb in den letzten Tagen lahmgelegt hat, gibt es wohl mehr Reisende als Tickets. Einen guten Tipp was eine Unterkunft angeht, hat die freundliche Frau vom Bistro auch gleich noch. Direkt gegenüber vom Terminal gibt es eine kleine Lodge in der wir auch direkt ein Zimmer bekommen. Das Zimmer hat Meerblick, Klimaanlage und Kabelfernsehen. Alles toll. Der einzige Haken ist, das es komplett in Rosa gehalten ist. Optisch also eher eine Beleidigung!
Wirklich viel zu sehen gibt es in Jagna nicht und das Fährterminal würde schon fast als Touristenattraktion zählen in Ermangelung anderer Besonderheiten. Wir schlafen also etwas länger und essen in dem kleinen Bistro, in dem wir so nett beraten worden sind.
Danach machen wir noch etwas von dem Kabelfernsehen gebrauch. Auch hier gibt es, wie in vielen anderen asiatischen Ländern, selbst in den günstigsten Unterkünften Fernseher mit Kabelsendern wie StarMovie, Cinemax oder HBO. Hier werden den lieben langen Tag klassische und aktuelle Kinofilme gezeigt.

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