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Cebu City

Nach den ersten zwei Tagen haben wir einen ersten handfesten Eindruck von Cebu City und der Lebensweise der Filipinos. Das erste was relativ schnell auffällt ist der bunte Sprachenmix. Nicht unserer sondern der der Filipinos. Sie wechseln wild zwischen Tagalog (die Sprache der Filipinos), Spanisch (durch den Einfluss der spanisches Besatzer) und Englisch. Beim Zählen wird bis 10 in Tagalog gezählt, danach in Spanisch. Größere Zählen werden direkt in Englisch angesagt. Auch Werbung wird meist in Englisch gezeigt, oder gedruckt, Beschreibungen sind aber grundsätzlich Tagalog.

Die Stadt ist unglaublich wandlungsfähig. Was tagsüber eine stark befahrene Straße ist, ist am späten Abend für Fahrzeuge gesperrt und mit hunderten von kleinen Verkaufsständen, Masseuren, Schlüsseldiensten und Restaurants übersät. Es wird grundsätzlich immer und überall Spesen und Getränke aller Arten angeboten.

Unsere erste Erkundungstour führte uns quer durch die Stadt. Durch einen kleinen Navigationsfehler auch in die Gebiete der “Squaters”, die Hockenden, wie die hiesige Unterschicht genannt wird. Sie leben in teilweise sehr notdürftig zusammengezimmerten Hütten, nicht selten direkt neben den Abwasserkanälen die erbärmlich stinken. Auch hier leben Arm und Reich in unmittelbarer Nähe nebeneinander her.

Zurück im touristischen Zentrum suchen wir das “Maggelan Cross”, ein Kreuz das zu Ehren Maggelans aufgestellt wurde, der 1521 das Christentum in die Philippinen brachte. Er wurde jedoch von den Männern von Lapu Lapu, dem damaligen König von Cebu getötet. 1565 schaffte es dann aber Legaspi doch das Archipel einzunehmen und errichtete das Fort de San Pedro um sich gegen Piraten und die Portugiesen zu schützen. Hier bekommen wir für die 30 Pesos Eintritt (ca. 70 Cent) auch noch eine kostenlose Führung.

Wie bereits erwähnt, verwandelt sich die Stadt abends in einen einzigen “Disco-Markt”. Je lauter etwas ist, desto anziehender wirkt es scheinbar für Filipinos. Steht man direkt  vor einem Laden oder einem Verkaufsstand, hört man kaum seine eigenen Gedanken. Extra hierfür gefertigte Lautsprecherboxen bieten etliche Watt und meistens auch bunte Lichter. Leider kennt auch der Verkäufer diese Verkaufsstrategie, der direkt unter unserem Fenster seine Waren anbietet. Wir sind schon in Versuchung Musikwünsche zu äußern. Immerhin ist es angenehmer als der Verkehrslärm der sonst so herrscht.

Weihnachten steht hier ganz hoch im Kurs, da die Philippinen sehr christlich geprägt sind. Leider ist Ihnen der Ursprung ebenso fern wie den meisten Westlern, und so warten sie mit einer komplett eigenen Interpretation auf. Alles, also wirklich alles ist weihnachtlich geschmückt und es laufen überall Weihnachtslieder. Ich habe nur in den drei Tagen keine einzige Original-Version gehört. Sämtliche Techno-, Rock- und Pop-Versionen kennen wir aber nun. Auch Weihnachtsbäume werden etwas weiter interpretiert. Die können auch neben den üblichen Plastik-Versionen gerne mal aus Plastik-Folie, braunen Reisigzweigen oder irgendeinem anderen dunklen Material bestehen. Ehrlich gesagt wirkt “White Christmas” oder “Let it snow” bei 28 °C auch anders und so richtig weihnachtliche Stimmung will nicht so richtig aufkommen.

Für morgen haben wir uns einen Platz auf der Fähre nach Bohol gesichert, und dort werden wir am Strand erst mal Stellung beziehen, bevor wir dann auf die Jagd nach dem Kobold-Maki gehen und uns die Chocolate Hille ansehen.

Indonesien Trip