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Camiguin – Teil 3

Leider haben wir das Cash-Problem immer noch nicht lösen können. Nach langer Suche finden wir den „All-in-one Shop“, der seinem Namen so überhaupt nicht gerecht wird. Dies ist neben der Western Union Filiale wohl der einzige Ort auf der Insel, der Euros in Pesos wechselt. Man merkt eben doch eindeutig dass dies hier kein Touristen-Paradies ist. Gott sei Dank!

Hier wechseln wir die letzten Euros in Pesos, damit wir die Zeit überbrücken können bis die Banken wieder öffnen. Der Kurs ist natürlich dementsprechend vorteilhaft, … für den Laden, nicht für uns.

Derart mit frischem Bargeld ausgestattet beschließen wir dem „Sunken Cementary“ einen erneuten Besuch abzustatten um schnorcheln zu gehen. Endlich beim „Sunken Cementary“ angekommen finden wir gegenüber, genau wie Scott es beschrieben hat, das Touristen Center. Dort treten wir ein und entdecken im hinteren Bereich gleich die Schnorchel-Ausrüstung. Was wir leider nicht entdecken ist irgendjemand der sich hier verantwortlich zeigt. Direkt vor dem Shop stand nur verloren ein Philippino, der jedoch nicht mal auf unser „Hi“ reagiert hat. Das ist nicht ungewöhnlich, denn bevor ein Philippino zugibt, dass er kein Englisch kann, oder einen nicht versteht, ignoriert er einen lieber gänzlich.

Nach ein paar Minuten kommt dann doch noch jemand. Für ca. 300 Pesos (6 €) bekommt man hier die gesamte Ausrüstung und einen Guide, der einem den Weg weist. Ebenfalls enthalten ist eine Umweltgebühr von 100 Pesos. Da wir unsere Ausrüstung mitgebracht haben und lediglich die Flossen benötigen, zahlen wir nur 175 Pesos (3,50 €) pro Person.

Am schwarzen Sandstrand laufen wir dann rückwärts (wegen den Flossen) ins Wasser und machen uns mit dem Kopf unter Wasser auf, immer unserem Guide hinterher. Nach nicht mal 3 m Schwimmen begegnet einem eine unglaubliche vielfältige Unterwasserwelt. Was man sonst nur bei regulären Tauchgängen in mehreren Metern Tiefe sieht, ist hier keine 2 m unter der Wasseroberfläche. Große Korallen, Seegurken, Seesterne, Clownfische, Muscheln von der Größe eine Strandtasche und VBF (viele bunte Fische). Der Weg geht über das außen gelegene Korallenriff und zurück über das große Betonkreuz. Ein tolles Erlebnis!

Da der Tag noch jung ist, fahren wir noch den östlichen Teil der Insel zu erkunden. Der „Highway“ führt auch hier immer am Meer entlang. Unterwegs begegnen wir vielen Reisfeldern und Bambushütten. Im Allgemeinen scheint der östliche Teil der Insel wesentlich weniger touristisch, bzw. gewerblich zu sein als der westliche Teil. Auch hier winken uns viele Einheimische zu und grüßen. Kurz hinter dem Hafen von Benonin, an der Lagune kehren wir um, da es langsam doch dunkel wird.

Am Hafen kaufen wir beim örtlichen Bäcker ein paar Leckereien und setzten uns an den Strand. Fast alles was es hier beim Bäcker gibt ist aus Brioche-Teig und schmeckt süßlich. Manchmal erwischt man etwas mit Schoko (das glaube ich nur Kakao ist) oder etwas mit Kokos oder Ananas.

Hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf „Mantigue Island“. Camiguin hat zwei kleine vorgelagerte Inseln. „White Island“ liegt auf der nord-westlichen Seite und besteht nur aus Sand. Hier gibt es kein Haus, keine Palme, keinen Busch und auch keinen Schatten. „Mantigue Island“ liegt süd-östlich von Camiguin und hat neben Palmen, Häusern und Bewuchs auch tolle Tauchstellen zu bieten.

Vorgestern haben wir in unmittelbarer Nähe unseres Hostels ein neues Restaurant ausfindig gemacht. Es wird von der philippinischen Frau eines Schweizers geleitet und hat neben sehr anständigen Preisen auch ausgezeichnetes Essen. Für 100 bis 200 Pesos bekommt man hier ein sehr leckeres Gericht.

Sonntags veranstaltet die Besitzerin immer ein Grillfest bzw. ein BBQ. Hierzu lassen wir uns auch hinreißen. Wir empfohlen tauchen wir früh auf, da sonst nicht mehr alles erhältlich ist. Es gibt gegrillte Schweinespießchen, Steaks, gefüllte Paprika, Würstchen (richtige, nicht die armselige philippinische Nachahmung), gegrillten Reis und Backkartoffeln. Herrlich. Dazu genießen wir einen Calamansi-Saft. Calamansis sind kleine Limetten-ähnliche Früchte, die etwas weniger sauer sind als Limetten sind.

Als wir zurück zu unserem Cottage kommen erleben wir noch eine kleine Überraschung. Jeden Abend finden wir genau drei Geckos über unserer Veranda vor, die eifrig versuchen die Stechmücken wegzufressen die uns ans Leder wollen. Heute hat sich ein riesiger Verwandter dazugesellt. Den wir kurzerhand Franzl taufen.

Generell haben wir jeden Abend vor unserer Veranda einiges an Schauspiel. Neben den freilaufenden Hunden mit 3 Welpen hausen neben uns auch 2 Katzen. Auf dem Rasen laufen einige Hühner kreuz und quer und jeden Abend hüpfen vergnügt einige Kröten durch die Botanik die mitunter einigen Lärm verursachen können (vor allem wenn sie in Kanalrohren sitzen; hört sich total ulkig an).

Mit so viel Getier um einen rum, kann man nur entspannen.

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