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Beim Dalai Lama im Garten

Wir haben uns vorgenommen hier in McLeod Ganj einmal einen Gang zurück zu schalten und uns etwas zu entspannen. Nach einem herrlichen Frühstück auf der Terasse des Hotels gilt es gleich die “Stadt” zu erkunden. Die gesamten 5 Straßen existieren eigentlich nur weil sich der Dalai Lama sich hier nach seiner Vertreibung aus China niedergelassen hat. Mit ihm kam die gesamte Exil-Regierung von Tibet und viele andere offizielle Einrichtungen die sich auf Dharamsala und McLeod Ganj verteilen.

Am unteren Ende der Siedlung liegt neben dem Tibet-Museum dann der Tempel und der Wohnsitz des 14. Dalai Lama. Bevor man das Gelände betritt muss man erst einmal sämtliche elektronischen Geräte abgeben und wird auch noch einmal durchsucht. Klar, Sicherheit wird hier auch hoch gehalten.

Das Tibet-Museum ist eher spärlich und berichtet hauptsächlich über überfallartige Vereinamung des Landes durch China. Erschreckend detailiert wird berichtet wie grausam die Chinesen dabei vorgegangen sind. Ein weiterer großer Teil der Ausstellung berrichtet wie einzelne Tibeter immer wieder mit Hilfe von Selbstverbrennungen dagegen demonstrieren. (Ehrlichgesagt erschliesst sich mir der Sinn nicht so genau wie man mit Selbstverbrennung demonstrieren kann ??)

Der Tempel an sich ist eigentlich unspektakulär und lädt jeden ein an Zeremonien teilzunehmen. Im hinteren Bereich des Tempels werden dann die Sicherheitsmassnahmen noch einmal spuerbar heftiger. Denn hier ist der staendige Wohnsitz des Oberhaupts. Dieser Bereich ist auch ringsrum mit Stacheldrahtzaun und Wachen gesichert. Wir überlegen uns noch kurz ob wir mal klingeln sollen, am Tor informiert man uns dann aber das der werte Herr nicht zuhause sei, sondern in Süd-Indien rumfährt. Typisch, da kommen wir tausende Kilometer angereist, und der gute Mann ist nicht mal da! Gmpf, das naechste mal ruf ich vorher an!!

Für jeden Buddhist gilt es als Pflicht den Kailash (den heiligen Berg in Tibet) zumindest einmal in seinem Leben im Uhrzeigersinn zu umrunden. Ebenso gilt dies für den Wohnsitz des Dalai Lama. Also machen wir uns im Uhrzeigersinn auf den Weg um den Tempel. Hierbei gilt es möglichst langsam und bedacht zu laufen.

Auf dem gesamten Weg hängen tibetische Gebetsfahnen auf denen Mantras aufgedruckt sind. Sie sollen den Ort beschützen und sehen obendrein noch schick aus. Auch wir können uns nicht erwehren eine Gebetsfahne aufzuhängen, damit dem guten Mann nichts passiert, falls er mal zuhause sein sollte. Die Tempelumrundung ist wirklich ein tolles Erlebnis, und ausser der tollen Aussicht, die man auf das Tal hat, ist es schon eine tolle Erfahrung. Auf dem Weg sind noch allerlei Gebetsmuehlen angeordnet die wir natuerlich alle drehen.

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Indonesien Trip