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Floating Markets

IMGP3965Mal wieder recht früh ging es aus dem Bett. Die Millionenstadt Can Tho ist recht touristisch und nicht unbedingt hübsch allerdings sehr bekannt für ihre Floating Markets. Hier spielt sich das halbe Leben auf und um den Fluß herum ab. Um 6 Uhr stand unser Bootsführer schon am Hotel bereit um uns auf sein Gefährt zu geleiten. Auf dem sehr breiten Mekongarm ging es ca. 45 Minuten flußaufwärts. Immer mehr Boote gesellten sich dazu. Der Floating Market ist der Markt der komplett auf dem Fluß abgehalten wird. Schiffe, Boote und Nußschalen aller Größen und Formen treffen sich hier zum handeln. Angeboten wird eigentlich alles was bei drei nicht auf dem Baum ist. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und auch Gebrauchswaren. Auf die Touristen hat man sich auch mittlerweile eingestellt, es werden auch kalte Getränke und Snacks verkauft. Damit leichter erkennbar ist, welches Boot welche Ware anbietet, gibt es auf jedem Gefährt eine lange Stange die aufrecht auf dem Boot angebracht ist. Ganz oben an dieser Stange ist ein Exemplar alles dessen befestigt das auf dem dazugehörigen Boot angeboten wird.IMGP3965 Auch bemerkenswert ist die Bauweise mit der die Boote zusammengeschraubt sind. Von fast professionell bis “Oh mein Gott ich kann kaum glauben das das schwimmt” ist hier alles vertreten. Wirklich meisterhaft können alle Bootsführer mit den Booten manöverieren. Als Antrieb haben die meisten Boote einen frei-hängenden Motor an dessen langer Welle eine Schiffsschraube prangt. Um zu lenken wird also lediglich der komplette Motor gedreht.

Auf den Booten wird jedoch nicht nur gehandelt, hier wird gelacht, getrunken, geschlafen und gelebt. Nach einigen Runden mitten durch den Markt traten wir den Rückweg durch kleinere Mekongarme an. Als dann jedoch unser Bootchen wegen niedrigem Wasserstand aufsetzte, entschloss sich unser Kapitän doch folgerichtig umzukehren und über den breiten Mekongarm zurück zum Hotel zu fahren.

Ein umfangreiches Frühstück und ein Nickerchen später sollte es auch schon nach Saigon weitergehen, dem pulsierendem Herzen des Mekong-Deltas.
Aus unserm Fehler der letzten Busfahrt schlauer, haben wir uns für die Fahrt nach Saigon einen Platz bei Mailinh gesichert. In Südvietnam wohl der zuverlässigste Busanbieter, der die Busse nicht überlädt und deren Fahrer auch nicht fahren als wäre der Teufel persönlich hinter ihnen her. Servicegerecht werden wir direkt am Hotel abgeholt und zum Busbahnhof gebracht. Hier erleben wir eine freudige Überraschung. Statt der üblichen Ford Transit-Busse fährt heute genau um die Uhrzeit zu der wir gebucht haben ein großer bequemer Omnibus und wir haben die Sitze ganz vorne, was bedeutet das wir sogar die Beine ausstrecken können. Als Sahnehäubchen wird noch als Boardfilm “King Kong” gezeigt. Angenehme 5 Stunden später treffen wir dann auch in Saigon ein und lassen uns ins Backpacker-Viertel fahren.

Auf der Straße spricht uns eine alte Lady an ob wir noch eine Bleibe suchen würden. Als wir das bejahen führt sie uns zu einem kleinen günstigen Guesthouse in einer Seitenstraße des Backpacker-Viertels. Unsere zukünftige Bleibe für die nächsten paar Tage.

Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch mit Hendrick, seiner Freundin und ein paar Freunden von Michael in der Stadt verabredet. Mit einem Motorbike-Taxi, einem Roller bei dem man hintendrauf für eine geringe Gebühr mitfahren darf, fahren wir an das verabredete Restaurant. Zusammen mit den anderen genießen wir eine fast richtig italienische Pizza und ein paar Bierchen.
Morgen wird langsam gemacht.

Indonesien Trip