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Eine Bootsfahrt die ist lustig …

IMGP3689Nachdem wir so halbwegs ausgeschlafen haben kommt Quang uns im Hotel abholen. Nach dem auschecken warten wir noch ein paar Minuten auf den Rest der Leute. Alles Klassenkameraden von Quang, die jährlich zusammen einen Ausflug unternehmen, und wir dürfen mit.
In unserem Hotel wird gerade eine Hochzeit gefeiert. Da sitzen ungelogen knapp 300 Leute füllen zwei komplette Restaurants und noch ca 5 Zelte die auf die Straße gestellt wurden. Da kennen die hier gar nix. Da wird mitten auf die Straße ein Zelt gestellt und gefeiert, sollen die anderen doch aussen rum fahren.
Wenig später kam der Kleinbus in den schon über 10 Personen saßen. Wir quetschten und dazu und über holprige Straßen ging es zur Anlegestelle in Chau Doc. Hier gingen wir an Board des ersten Schiffes. Ein fahrendes Restaurant. Unten eine einzige Plattform mit einem großen Tisch in der Mitte, hinten ein Ruheraum und Toiletten. Wir bekamen allerlei Leckereien serviert und es wurde abgelegt. Lustig schlemmend ging es nun über recht breite Mekongarme an der kambodschanischen Grenze entlang. Nach ca. 1 Stunde wurde das Boot gewechselt, wir gingen ein paar Meter über einen Engpass und kamen zu einem kleineren Boot, diesmal ohne Tisch und Essen. Mit dem kleineren Boot ging es dann ca. 2 Stunden auf kleineren Mekongarmen Richtung Dchungel. Hier stiegen wir erneut auf ein noch kleineres Boot um. Nun ging es durch die sehr verwachsenen Wasserwege eines Vogelschutzgebietes. Ein ca. 60 Hektar grosses Stück Urwald das bewahrt wird, um den Vögeln einen Platz zum nisten zu bieten. Langsam und leise ging es also durch einen ziemlich verwachsenen Teil des “Wetlands”. Immer wieder bogen wir vom “Hauptweg” ab in kleinere Buchten in denen Tausende weißer Vögel saßen, flogen, fischten oder gerade vom Flug in den Süden heimkamen. Ein wundervolles Bild das man kaum beschreiben kann. Nach ca 45 Minuten ging es dann auf ein noch kleineres Boot. Mittlerweile passten nur noch 4 Personen auf ein Boot, so das nicht mal Platz für einen Motor war, und wir rudern mussten. An einem anderen Landungssteg ging es erst mal über eine Monkey-Bridge, mehr oder weniger nur einem Baumstamm der über eine Fluss gelegt wird. Hier gab es einen Aussichtsturm, in dem man die Bäume des Dschungels hervorragend überschauen konnte. Wir hatten es wie geplant genau zum Sonnenuntergang an diesen Aussichtsturm geschafft. Ein unbeschreiblicher Ausblick. Unter uns der undurchdringliche wilde Dschungel, darüber tausende von dahinziehenden Vögeln und darüber trohnte königlich das Gebirge der sieben Berge. All das wurde von der untergehenden Sonne in ein warmes, rötliches Licht getaucht. Einfach faszinierend.

IMGP3735Nach weiteren 45 Minuten anstrengende Autofahrt kamen wir dann in unserem Luxushotel an. Direkt am Fuß des Gebirges gelegen. Hier gab es dann auch wenig später ein üppiges Mahl. Gereicht wurde Wildschwein, ein Gemüse das kohlrabiähnlich schmeckte, einen HotPot, eine Art kochende Suppe in der man verschiedene Fleisch- und Gemüsesorten gart, und hinterher Obst. Das ganze natürlich wieder mit den üblichen Verdächtigen wie Chilli-Salz, Sojasoße, Fischsoße und einer Mischung aus Salz, Pfeffer und Limettensaft.

Zu trinken gab es einen spanischen Rioja, den man uns allerdings auf Eis servierte und in den uns später auch noch Limetten gelegt wurden. Als sie mir dann noch Zucker hinzufügen wollten hab ich mich dann doch geweigert. Das Ganze erinnerte eher an eine Sangria. Als Besonderheit gab es an diesem Tag seit dem Mittagessen immer wieder Reiswein der mit dem Gallensaft eines Bären gemischt wird. Nicht wirklich lecker aber super für unsere Gesundheit wie man uns versichert hat.

Indonesien Trip